Samstag, 3. Dezember 2016

Das Grabmal...



... einer großen Liebe, existiert nicht nur in Indien,
    sondern auch in unserem Griesheim, 
    in unmittelbarer Nähe zur Lutherkirche.

 Das schauen wir uns genauer an!
 Dieses Mausoleum ist kein Vergleich 
aber ein Denkmal für die Liebe 
ist es trotzdem.
Es handelt sich um die Familiengruft 
des Prinzen Friedrich, Landgraf von Hessen, 
der das bürgerliche Mädchen Caroline Seitz  
1788 in Griesheim geheiratet 
und dann einige Jahre im Forsthaus 
Darmstädter Straße 4 gewohnt hatte. 
(Prinz Friedrich war der 5. Sohn des regierenden Landesfürsten 
"Georg Wilhelm von Hessen-Darmstadt," 
*11.7.1722 - +21.6.1782)

In der Gruft wurde auch der einzige Sohn, 
der in Griesheim geborene 
"Freiherr Ferdinand August von Friedrich", 
beigesetzt.

Die Inschrift auf dem Mausoleum lautet: 


Denkmal der zärtlichsten Liebe 
und innigsten Freundschaft 
für meinen Gatten, 
den Prinzen Friedrich August, 
Landgrafen von Hessen. 
Karoline von Friedrich geb.Seitz 

 Die zwei hessischen Löwen 
sind Detail der Sandsteinskulpturen. 
Ein Löwe schaut in Richtung 
der Darmstädter Straße der andere 
in Richtung Groß-Gerau 
dem Geburtsort von Caroline Seitz.
Nachzulesen auf der "Webseite der Lutherkirche."

Caroline, Louise, Salome Seitz, 
wurde am 24.6.1768 geboren.
Sie wuchs bei ihrer Großmutter in Grasellenbach auf, 
lebte später bei ihrem väterlichen Großvater in Griesheim.
Sie war die Tochter des Christian Wilhelm Seitz, Hofperückenmacher, 
dann Lakai und Kammerdiener des Landgrafen in Pirmasens und Darmstadt, 
und der Susanne Walther, Hof- und Stadthebamme aus Darmstadt.
Nur vier Jahre später, am 20.6.1812, folgte Caroline Seitz, ihrem geliebten Mann im Tode nach.

Da SIE eine "Bürgerliche" 
und damit keine standesgemäße Partie war, 
mussten die beiden Liebenden 
eine "Morganatische Ehe" führen.

Die Inschrift auf der Rückseite des Epitaphs, 
ist nicht mehr zu erkennen.

Und in der Gruft selbst, 
stehen heutzutage Dinge, 
die da nicht unbedingt hingehören!

Vielleicht sollte man dieses 
Denkmal besser pflegen, 
es ist einzigartig
und es gibt nichts Vergleichbares, 
in unserem Städtchen?







Klick "Hier," 
noch ein Foto vom Denkmal 
aus dem Jahre 1948/49.




Ja, das sind nun alle Fakten, 
die ich zu der Geschichte einer echten Liebe beitragen konnte!
... war doch interessant, oder?



http://zaunblicke.blogspot.de/2016/12/dezember-galerie-fur-alle-guckloch.html 


Wir sind am überlegen, 
das Guckloch bis zum Jahresende zu schließen, was meinst Du?        




Deine







http://casa-nova-tenerife.blogspot.de/2016/11/zitat-im-bild-126.html








Kommentare:

  1. Also mit dem Pflegen kann ich dir nur zustimmen. Das sollte eigentlich schon Pflicht sein soetwas in Ehren zu halten. Es ist ein Stück Geschichte und eine so schöne Geschichte d.h. in dem Sinne das die Liebenden sich über den Stand hinweggesetzt haben. Die Liebe hat gesiegt, und so sollte es sein. Einfach nur schlimm das es leider ja auch heutzutage noch so ein Standesdünkel gibt, aber um so schöner zu sehen das einige Königshäuser offen sind und dies ändern.

    Danke dir für diesen schönen Post sowie auch für das wieder schöne Zitat im Bild. Die Worte passen perfekt zu der Aufnahme, und ja, die Zeit geht ja auch an uns nicht spurlos vorbei.

    Meinste wirklich dass das Guckloch "geschlossen" werden sollte? Ich fand es immer schön, auch wenn ich doch ein wenig mehr suchen muss. Überleg es dir halt denn letztendlich muss auch dein Herz mit dabei sein.

    Wünsche dir jedenfalls ein superschönes Wochenende sowie geruhsamen 2.Advent.

    Liebe Grüsse

    N☼va

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  2. Hallo Heidi,
    nein, die Zeit geht nicht an einem spurlos vorbei. Man hat seine Lebensspuren, überall auch manchmal in der Seele.
    Auch in Taten und Denkweisen und vor allem im Verhalten zeigen sich Spuren des Lebens. Das haben wir neulich in unserem Seminar sehr gut vermittelt bekommen. Lebensläufe manchmal zeigen sie sich sehr und man kann sehr viel auch in der Körpersprache sehen, war ein interessantes Seminar.

    Wir haben auch so ein schönes Denkmal einer großen Liebe, wobei ich bei diesem innerlich etwas lächeln muß.

    Dein Denkmal ist schon sehr interessant und auch ein sehr schönes Beispiel.

    Schade, wenn das Guckloch geschlossen werden sollte. Ich hätte soviel über meinen Vater zu berichten, aber im Moment hänge ich hier fest, weil ich derartige Probleme von "gewissen" Leuten bekomme. Es ist wirklich schlimm,
    wenn man einen Mann im Internet wegen diesem und jenem herumzieht und dann die etwas höheren sich davon distanzieren. Man muß aufpassen und ich muß da erst noch mit einem Rechtsanwalt sprechen, was ich darf und was nicht.

    Das alles kostet Zeit und Mühe aber wenn ich es habe, habe ich sehr viel über meinen Vater, was ich nicht wußte.

    Mit ganz lieben Grüßen und überlege dir doch das mit dem Guckloch nochmals.

    Eva, die dir einen schönen 2. Advent wünscht.

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  3. Was für ein wunderschöner Liebesbeweis. Schade, dass es jetzt für einen anderen Zweck "missbraucht" wird. Die Geschichte habe ich mit interesse gelesen und bin richtig begeistert. das waren damals noch zeiten.... und so ein "offener" liebesbeweis wohl auch nicht üblich, wenn man sich die ganzen arrangierten ehen so ansieht.
    liebe grüße
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  4. Liebe Heidi, ich mag Liebesgeschichten. Aber ich glaube, dass diese beiden in der damaligen Zeit nur sich hatten. Wie schade, dass sie so früh verstorben sind. Merkwürdig finde ich, dass sie selbst als ihren Familiennamen den Vornamen ihres Ehemannes (Caroline von Friedrich geb. Seitz) nannte, während sie als Auftraggeberin der Familiengruft des Landgrafen Friedrich von Hessen als Caroline Seitz bezeichnet wird. M.E. hätte sie richtig heißen müssen 'Landgräfin Caroline von Hessen geb. Seitz'. Merkwürdig ist auch, daß ihr Vater den Familiennamen Christian Wilhelm Seitz trug, während als ihre Mutter die Hebamme Susanne Walther genannt wird. War sie ein uneheliches Kind? Wie dem auch sei. Ich hoffe für die beiden, dass sie in ihrem kurzen Leben die wahre Liebe gefunden haben.
    Liebe Grüße
    Edith

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  5. Liebe Heidi,

    ui, das Grabmal da sehe ich zum ersten Mal!! Mit Begeisterung habe ich diesen Post gelesen,wohne ich doch nun auch schon so lange in diesem Städtchen. Wie schön, dass Du diese Geschichte hier für uns recherchiert hast und uns die Fotos hier zeigen kannst. Ja, das sollte doch wirklich besser gepflegt werden :-(. Schade, Du weißt meine Mama und ich haben Dein Guckloch sehr gerne, aber ich kann Dich auch verstehen...! Einen gemütlichen 2. Adventssonntagabend wünsche ich Dir.

    Liebe Grüße
    Kerstin

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  6. eine sehr interessante Geschichte..

    ja.. damals war es nicht selbstverständlich dass so eine Verbindung enstehen durfte
    auch wenn sie nur zur "linken Hand" getraut wurden
    so war sie wohl doch seine einzige Frau und er ihr treu und in echter Liebe zugeneigt..

    schon schade dass es nicht besser gepflegt wird..

    liebe Grüße
    Rosi

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