Dienstag, 7. April 2015

Ungeküsst?










Ungeküsst sollst du nicht schlafen gehn....
So lautet der Titel eines Uralt-Filmes mit Ivan Petrovich von 1936.








Dieses Lied ist mir zur untenstehenden Abbildung eingefallen, 
denn sowohl Foto wie auch Lied/Film könnten aus dem selben Jahr stammen!






Das Foto zeigt den "Club der Ungeküssten!"

Ja, diese Frauen wurden nicht geküsst.
Sie durften nicht geküsst werden, denn sie waren krank!

Die Lungenkrankheit TBC (Tuberkulose),
im Volksmund auch "Schwindsucht" genannt, 
war hochansteckend (wenn es eine offene war) 
und verlief in früherer Zeit auch meistens tödlich.




Frauli´s Oma (mütterlicherseit´s) hatte diese Krankheit 
und ist auf den Foto´s zu sehen.
(Ein Pfeil zeigt an wer sie ist) 
 



Hier erholte sie sich in einem Lungen-Sanatorium in "Winterkasten" im Odenwald, bei der täglichen "Freiluftkur!"

Dieses Haus war natürlich nicht so berühmt wie die "Beelitz-Heilstätten (Zauberberg) in Berlin.
(Hier und hier ein paar schöne Fotos von der lieben Alice)





"Eleonorenheim 1935" stand auf der Rückseite des Fotos.





Dieses Foto stammt vom gleichen Tag, 
man sieht es an der Kleidung und am Schnee!





Leider war die Rückseite dieses Bildes nicht beschriftet.
"Dina" erlag 1938 ihrer Lungenkrankheit.






Dieses Foto von 1925 (?) zeigt die Oma als junge, gesunde Braut.




Ich hoffe der kleine Blick in die Vergangenheit war kurzweilig und interessant?

Gerne verlinke ich auch deine Erinnerungen, egal ob zum ersten oder wiederholten Male!


Klick dich rein und wenn ich deinen Beitrag verlinken darf, 
dann hinterlasse mir einen Kommentar im Guckloch, damit ich informiert bin. Danke!




http://zaunblicke.blogspot.de/2015/04/april-galerie-fur-alle-guckloch-motive.html




Deine








Wenn du wissen möchtest wie es auf einer Kussversteigerung zugeht,
dann solltest du dir auch noch die folgenden 4,5 Min. des Spielfilms anschauen - viel Spaß!
(Im Film hatte natürlich niemand diese Krankheit und es durfte geküsst werden)






PS: den heutigen Beitrag verlinke ich bei Michaelas "Es war einmal"
die nach langer Krankheit zurückgekehrt ist und einen neuen Blog eröffnet hat, freu, freu!



https://alpenreport.wordpress.com/




Kommentare:

  1. Das war ja ein harter Schicksalsschlag für die Familie. Ich glaube, dass die erkrankten Frauen zusammen gehalten haben wie Pech und Schwefel. Sie haben es sogar mit Humor genommen und sich als Club ausgerufen. Wie schade, dass es die Oma Dina leider nicht geschafft hat. Das sind berührende Fotos, die Du ja in Ehren gehalten hast, wie schön, LG ClauDia.

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  2. liebe Heidi,
    schön,dass Du diese Fotos noch hast und auch die Geschichte dazu erzählen kannst.
    Diese Frau hatten ein schweres Schicksal und haben trotzdem ihren Humor nicht verloren.
    liebe Grüße
    Gerti

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  3. Das sind wunderbare Bilder mit sehr viel Austrahlung - danke fürs zeigen.

    Liebe Grüße - Monika

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  4. Hallo Susi,
    Sehr interessant! :-) Du weißt ja, ich mag alte Fotos. :-) So wird alles noch viel lebendiger.
    Lieben Dank und viele Grüße,
    Alice

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  5. so schön deine altenfotos und die gschichten dazu, auch wenn diese hier etwas weniger fröhlich ist. toll das du noch so viele alte bilder hast, ich freue mich immer wieder darüber das du uns hier alles zeigst. vielen dank! bis ganz bald. liebe grüsse mandy

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  6. Liebe Heidi!
    Das war früher echt heftig mit dieser Krankheit und auch meine Oma starb daran. So habe ich sie leider nicht mehr kennengelernt. Angeblich soll ich ihr wohl sehr ähnlich sein. Nur gut, daß ich diese schlimme Krankheit nicht habe.
    Viele Erinnerungen stecken in diesen alten Fotos.
    Wünsche dir eine schöne Woche!
    ~Susanne~

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  7. Das war ein wunderbarer Blick in eine vergangene, unbekannte Zeit.
    Ich war richtig gefesselt von der Geschichte und den Bildern. Traurig, dass Deine Oma es nicht geschafft hatte.

    Liebe Grüße
    Sonja

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  8. Ein schön bebildeter, interessanter und doch auch trauriger Post. Doch ja viel zu früh gestorben war TBC ja doch ganz schön heftig, gerade wenn sie offen gewesen ist. Mein Dad hat eine verkappte, ich weiß noch wie sie es sehr spät bei ihm entdeckt hatten (fast 50) und erst einmal auf eine Isolierstation gekommen ist. Traurig das sie es nicht geschafft hat, was hätte sie noch für Geschichten erzählen können.

    Danke dir für den wieder sehr persönlichen und intimen Einblick in deine Familiengeschichte.

    Liebe Grüssle

    N☼va

    ach, ich bin übrigens am Donnerstag wieder mit dabei ;-)

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  9. Liebe Heidi,
    oja dass war für die Betroffenen wirklich eine schlimme Zeit. Ich hatte dazu mal einen Beitrag im Fersehen geschaut, wo Frauen und Männer die diese Krankheit überlebt haben, nochmal den Ort ihrer Kur besuchten und erzählten was sie in den vielen Monaten, die sie dort alleine waren, alles taten. Sie hatten sogar einen kleinen Tierfriedhof im Wald angelegt.
    Das Hochzeitsbild deiner Oma ist schön. Traurig das sie es nicht überleben konnte.
    Ich hatte dieser Tage ganz vergessen zu verlinken. Hole ich gleich nach und grüße dich
    gaaaanz <3lich :O)

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  10. Das sind schöne Erinnerungen mit einem traurigen Hintergrund , liebe Heidi . Deine Oma war eine hübsche Braut . :)
    Liebe Grüsse Heike

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  11. Meine liebe Heidi,
    endlich nach langer Zeit wieder da.. und froh auch wieder an positive und schöne Dinge denken zu können...
    Ganz lieben Gruß,
    Michaela

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  12. Liebes Heidi,
    die Bilder sind sehr eindrücklich und die Geschichte dazu auch! Das Eintauchen in die Vergangenheit, fördert leider nicht immer nur die schönen Momente an den Tag! Das Hochzeitsbild ist wunderschön! Ich liebe so alte Bilder.
    Herzensgrüassli
    Yvonne

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  13. Liebe Heidi,
    das ist sehr interessant, wenn auch das Ganze sehr traurig ist.
    Liebe Grüße von Tatjana

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  14. Liebe Heidi,
    Susi erzählt sehr eindringlich über die schlimme Krankheit TBC. Wer zu dieser Zeit die Schwindsucht bekam, hatte wirklich
    kaum Chancen zu genesen. Die Reichen kamen nach Davos - und hatten natürlich wesentlich bessere Chancen.
    Das Hochzeitsbild ist wunderschön.
    Einen schönen Restabend wünscht Euch
    Irmi

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  15. Liebe Heidi,
    ich habe das erste Mal von der Schwindsucht gehört, als ich als kleines Mädchen den Film *Die Kameliendame* sah. Diesen Film habe ich nie vergessen. Ich dachte lange, diese Krankheit bekommen nur Frauen, die gewisse Dienste anbieten.
    Es wirkte auf mich damals alles so vornehm, auch wie sie da in ihr feines Taschentuch Blut spuckte!
    Aber heute weiß ich, daß es einfach nur schlimm sein musste, diese Diagnose gestellt zu bekommen. Als junger Mensch dem Tode geweiht!
    Als vor ein paar Jahren die Mutter einer Kollegin erkrankte, diese dann auch eine Weile fehlte, denn alle nahen Personen wurden gründlich untersucht, dachte ich sogar immer noch, daß diese Krankheit zum Tode führt.
    Das war dort zum Glück nicht der Fall! Die Mutter hat aber durchaus lange im Krankenhaus gelegen.
    So kann ein einziger Film alles romantisieren ;o)
    Ich bin in diesem Monat auch wieder mit dabei!
    Liebe Grüße, Elke

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  16. Hallo Heidi,

    vielen Dank für diesen interessanten Einblick. Eine traurige Geschichte war es, das Eleonoren kenne ich, da fahre ich öfters dran vorbei in Winterkasten, mittlerweile allerdings ein großer "Bau".

    Mich erinnert dies an die vielen Höhenluftkurorte im Odenwald, aber wer fährt heute noch zur Kur wegen der Höhenluft in den Odenwald^^
    die Zeiten ändern sich.

    Schöne Erinnerungen hast Du heute geteilt :)

    Liebe Grüße aus dem Odenwald
    Björn :)

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  17. Liebe Heidi, liebe Susi,
    auch Euch möchte ich danken für die lieben Worte, die ihr auf Jackys blog hinterlassen habt.
    Die Idee mit den alten Fotos finde ich unglaublich toll! Irgendwo in einem Karton hat auch meine Mutti noch so alte Bilder und wenn ich mal Ruhe habe, gehe ich mal auf die Suche. Zum Thema Schwindsucht kann ich (Gott sei Dank) nichts beitragen, aber es gibt auch in unserer Familie alte Geschichten ;-)
    Liebe Grüße
    Petra

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  18. Ein wirklich berührender Post. Früher gab es leider bei vielen Krankheiten keine Hilfe für die normale Bevölkerungsschicht. Traurig.

    lg kathrin

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  19. Gut, dass diese Erkrankung nicht mehr die Rolle spielt wie zur Zeit der Fotos. Auch wenn die Erinnerungen an das damalige Geschehen nicht erfreulich sind, bleiben die Bilder als wichtige Zeitzeugen. Danke für's Zeigen.
    LG Christiane

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  20. Hey keep posting such good and meaningful articles.

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  21. Liebe Heidi,
    das ist wiedermal ein ganz wunderbarer, ans Herz rührender Beitrag und zugleich auch ein trauriges Stück Zeitgeschichte. Christiane hat ja in ihrem Kommentar geschrieben "Gut, dass diese Erkrankung nicht mehr die Rolle spielt wie zur Zeit der Fotos", aber leider kann ich das so nicht bestätigen. Ich arbeite in einem Krankenhaus (nicht im medizinischen Bereich, sondern im Büro), und da stand gestern ein Vortrag auf dem Programm mit dem Titel "Schwindsucht in Zeiten der Multiresistenz: Die gefürchtete Seuche früherer Zeiten hat uns wieder eingeholt"... Nachdem so viel Schindluder mit Antibiotika getrieben wurde, gibt es nun also neuerlich die Gefahr, dass wir der TBC kein sinnvolles Medikament entgegensetzen können. Nur Immunkräfte-Stärken hilft...
    Alles Liebe, knuddelige Susikrauler und herzliche Rostrosengrüße
    von der Traude
    Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ

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  22. Liebe Susi, nun stell Dir doch mal vor, daß in der heutigen Zeit junge Mädchen sich öffentlich als "ungeküßt" hinstellen würden. Die wären sofort als eine Art Pestkrankheit abgeschoben worden. Wenn man heutzutage nicht mit 14 in der Kiste war, dann ist man absolut out. Damals war man vielleicht sogar stolz darauf, daß man mit dem ersten Kuß oder mit dem ersten Mal auf den "Richtigen" gewartet hat. Das kann man sich heute gar nicht mehr leisten, man muß ja mitreden können, sonst bekommt man ja keine Freunde mehr. Aber damals wie heute: es ist trotzdem nicht immer der "Richtige".

    LG Petra K.

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  23. Liebe Susi und auch mein Beitrag für April ist nun online.
    Ich habe dein Guckloch auch gleich verlinkt. Wunderschön deine Idee mit dem Guckloch.
    Ganz lieben Gruß, Michaela

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  24. Das ist ein sehr interessanter Blick zurück. Ein sehr schönes Hochzeitsfoto zeigst du da. Eine etwas traurige, aber sehr fesselnde Geschichte.
    Liebe Grüße
    Gusta

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  25. Hey keep posting such good and meaningful articles.

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